Siedler aus Neuengland fanden Arbeit als Fischer, Hafenarbeiter, Seeleute, Schiffbauer, Kaufleute und Handwerker. Die meisten Menschen betrieben Landwirtschaft, aber der karge Boden machte alles andere als eine bloße Subsistenzwirtschaft unmöglich.
Die ersten Siedler betrieben aus der Not heraus Landwirtschaft, stellten jedoch schnell fest, dass die Rodung des kargen, felsigen, stark bewaldeten Bodens kein gangbares Mittel zur Erzielung von Gewinn war. Die ersten beiden Berufe, denen sie sich zuwandten, waren Fischerei und Holzverarbeitung. Die reichlich vorhandenen hohen, geraden Bäume in Neuengland waren in Großbritannien sehr gefragt und gesalzener Fisch war schon immer ein starkes Handelsgut. Bald ermöglichten entlang von Flüssen errichtete Sägewerke nicht nur das Fällen und Verarbeiten von Bäumen für den Versand, sondern auch den Bau von Schiffen in Neuengland. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts waren in der Region mehrere Schiffbauer tätig, um die Fischer und Händler Neuenglands zu beliefern, aber auch um sie günstig an britische Kunden zu verkaufen. Kleine Städte wie Boston und Salem entstanden, um dem Seehandel zu dienen.
Diejenigen, deren Höfe zu weit im Landesinneren lagen, um das Meer zu nutzen, beschäftigten sich mit Nebenbeschäftigungen wie dem Betreiben von Tavernen und Gasthöfen in der Nähe von Straßen, dem Fangen und Jagen von Wild oder dem Reisen von Hof zu Hof als Hausierer oder Arbeiter. Es war üblich, dass junge Menschen und Menschen ohne Familienangehörige als Bedienstete und Landarbeiter in wohlhabenderen Häusern antraten.
wie viele Arbeitstage in einem Kalenderjahr