Einige öffentliche Arbeiten in Mesopotamien umfassten Abwasserentsorgungssysteme, öffentliche Bäder, private Bäder und Brunnen. Zu den weiteren öffentlichen Bauwerken gehörten Stadtmauern, königliche Paläste und Stufentempel, sogenannte Zikkurats.
Mesopotamien nutzte ein beckenartiges Bewässerungssystem, um den Wasserfluss der Flüsse Tigris und Euphrat und ihrer Nebenflüsse zu steuern. Um die Becken zu öffnen, wurden Lücken in die Böschung gegraben und mit Schlamm gefüllt, um sie zu schließen. Bitumen wurde in großem Umfang sowohl für den Bau als auch für die Verstopfung von Bewässerungssystemen verwendet. Die Bewässerungssysteme Mesopotamiens wurden durch die Invasion der Mongolen im Jahr 1258 zerstört. Paläste und Herrenhäuser in Mesopotamien waren mit Badezimmern ausgestattet, in denen die Bewohner ihre Haut erfrischen konnten, indem sie sich mit Wasser bespritzten oder sich mit Öl einölten. Normale Bürger badeten in Hofzisternen oder an den Ufern von Kanälen.
Die sumerischen Priester Mesopotamiens entwickelten ein numerisches Notationssystem, um bei der Planung des riesigen öffentlichen Bausystems der Region zu helfen. Das System basierte auf der Zahl 60 und gibt uns die 60-Sekunden-Minute und die 60-Minuten-Stunde.
Neben einem großen Planungsaufwand erforderte der Bau öffentlicher Arbeiten auch umfangreiche Arbeitsleistungen. Die Arbeitskraft stammte von einem Corvée, einer Art Zwangsarbeit, die den Familienoberhäuptern als eine Art Steuer auferlegt wurde. Diese Zwangsarbeiter arbeiteten auf staatseigenen Feldern, bauten Behausungen, gruben Bewässerungssysteme und bauten Verteidigungsanlagen wie Stadtmauern.