Was bedeutet rhetorischer Wandel?

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Eine rhetorische Verschiebung ist eine Änderung des sprachlichen Tons, die durch ein Übergangswort wie „aber jedoch“ oder „dann“ signalisiert werden kann. Rhetorische Veränderungen können als literarisches Mittel verwendet werden, der Begriff kann jedoch auch im weiteren Sinne angewendet werden, beispielsweise wenn eine Diskussion über jemanden oder etwas den Ton ändert – beispielsweise die Medienwahrnehmung eines Politikers, die sich von positiv zu negativ ändert.

Das Wort „rhetorisch“ ist ein Adjektiv, das sich auf den Akt des formellen Sprechens oder Schreibens bezieht, der oft überzeugend sein soll. Eine rhetorische Verschiebung kann eine Änderung der Tonart, der Idee oder des Konzepts der Geschichte sein. Die veränderte Art und Weise, wie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in den populären Medien diskutiert werden, führt häufig zu rhetorischen Veränderungen. Beispielsweise diskutierten Wissenschaftler in einem Artikel aus dem Jahr 2012 in der Zeitschrift Feminist Formations den rhetorischen Tonwechsel, als Zeitungen die Sozialaktivistin Jane Addams nicht mehr als Heilige Jane diskutierten, sondern sie stattdessen als die gefährlichste Frau Amerikas bezeichneten. Dies ist ein dramatischer Tonwechsel und zeigt, dass sich die Rhetorik oder Diskussion über Addams völlig verändert hat.

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